Mittwoch, 25. Januar 2012
Canberra … ja? nein? ja!
Nach zwei relaxten Tagen am Strand ging es für mich nach Canberra.

Da Canberra die Hauptstadt Australiens ist wollte ich es mir nicht entgehen lassen dort einen kurzen Stop (2 Tage) auf dem Weg nach Melbourne einzulegen.

Ich habe mich davor mit einigen Einheimischen über die Hauptstadt unterhalten … begeistert sind die Australier davon nicht.

Da Sydney und Melbourne sich über den Hauptstadt-Status nicht einigen konnten wurde per Gesetz bestimmt, dass eine Hauptstadt an einem diplomatischen Ort gebaut werden soll.

So wurde Canberra (ca. 300 km südwestlich von Sydney im Landesinneren) ab 1913 aus dem Nichts erbaut und ist dementsprechend eine reine Planstadt.

Auf der Fahrt nach Canberra ins Landesinnere eröffnen sich einem wundervolle Ausblicke … endloses Land!



Die Stadt wurde in einem Dreieck angelegt, jeweils an den Spitzen wurde das ANZAK Memorial, das Parlament und das Stadtzentrum errichtet.

Weitläufige Alleen, beeindruckend große Plätze und ausgedehnte Parks, viele wichtige Gebäude und unzählige Denkmäler bestimmen hier das Stadtbild.

Wenn man es mit Sydney vergleichen möchte wären die passenden Worte wohl: sauberer, ordentlicher, geplanter, aufgeräumter, verkrampfter, gezwungener, … aber trotzdem schön.

Ich habe das Gefühl die Temperaturen schießen in die Höhe seitdem ich in Canberra bin. Und da das Verkehrssystem einfach nur grausam ist und niemand nur den Ansatz eines Planes hat (komisch für eine Planstadt) von wo welcher Bus wohin fährt musste ich die meisten Strecken zu Fuß laufen.

Grausam, wenn man die Temperaturen und die Weitläufigkeit der Stadt bedenkt.



Nach ca. 2 Stunden in der Hitze (und menschenleeren Straßen) und entlang unzähliger Kriegsdenkmäler bin ich angekommen am ANZAK- Memorial (DAS nationale Kriegsdenkmal) und war heilfroh meine Wasserflasche wieder auffüllen zu können.











Der See mitten in Canberra wurde künstlich erschaffen durch die Stauung des Flusses. Die Fontäne mitten im See ist Ebenfalls ein Denkmal, diesmal für Kapitän James Cook.













Weiter ging’s zum Parlament. Canberra hat ein altes Parlament (damals nur als Provisorium angelegt).

Umfunktioniert wurde das wunderschöne weiße alte Parlamentsgebäude zum Museum der Demokratie. Rosengärten säumen dieses Gelände. Sieht einfach nur traumhaft aus (hat mich etwas an Alice im Wunderland erinnert im Garten der Herzkönigin).







Direkt vor dem alten Parlamentsgebäude hat die inoffizielle Zelt-Botschaft der Aborigines seit 1972 ihren „Sitz“.

Seit 1972 campen die Leute auf diesem Punkt und fordern die längst überfällige Anerkennung und Wertschätzung der aborigenen Bevölkerung Australiens und ein Abkommen.







Das neue Parlamentsgebäude ist selbstverständlich um ein vielfaches Größer als das Alte, sodass ich mich entschlossen habe eine geführte Tour durch das Gebäude mitzumachen.









Die Sitzungssäle (zwei) sind für Bevölkerung frei zugänglich. Einige Räume im Parlament können sogar für private Zwecke genutzt werden (Firmenevents und Hochzeiten).



Die zwei Tage in Canberra waren wirklich sehr schön und das Wetter war klasse. Aber ich habe auch wirklich das Gefühl alles Sehenswerte in der Zeit gesehen zu haben.

Das oberste Gericht, die Nationalbibliothek, die Schatzkammer und weitere wichtige Gebäude liegen alle im Umkreis des Parlaments.