Happy „Australia Day“, everybody!
Melbourne ist klasse!
Die Leute sind gut gelaunt, die Stadt ist toll, die Cafès sind super und ich liebe die typisch australischen Pubs.
Gestern hatte ich ein straffes Sight-Seeing Programm bevor ich Jo und Freunde abends getroffen habe.
Das ist Southbank, das Geschäftsviertel Melbournes mit dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre – dem Eureka Gebäude.
Cool. Banker und Gänse.
Ich war auf dem Skydeck im 88 Stockwerk des Gebäudes und habe die Stadt von oben auf mich wirken lassen … beeindruckend!
Die Royal Botanic Gardens von oben.
Der Fahrstuhl schaffte es tatsächlich in nur 40 Sekunden vom Erdgeschoss bis ins 88 Stockwerk.
Hier oben ist auch der höchste australische Postkasten … wie kreativ.
Die Rod Laver Arena- hier findet u.a. die Australian Open (Tennis) statt.
Danach besuchte ich die Royal Botanic Gardens – ein wundervoller Ort. Und es ist Sommer :)
Mit der Tram ging es weiter nach St. Kilda an den Port Phillip. Der Wind gestern war wirklich stark und so konnte man viele Surfer an diesem Ort beobachten.
Der Luna Park (Freizeitpark in Port Philip).
Abends habe ich Jo und Freunde am Federation Square für ein kostenloses Konzert getroffen. Danach ging es zu den Night Markets. Die Night Markets finden jeden Mittwochabend an den Ständen der Queen Victoria Markets statt und ziehen Menschenmassen mit interessanten Ständen, Unmengen an Essensständen und Musik an.
Ich hatte einen riesen Pancake mit Apfel/Zimt/Vanilleeis … sehr lecker.
Jo und Miriam.
Am 26. Januar begehen die Australier Australia Day und feiern sich selbst.
Da dieser Tag ein nationaler Feiertag ist nutzen viele diesen Tag um am nächstgelegenen Park zu entspannen (bei BBQ oder Picknick und dem obligatorischen Bier).
Alle sind gut gelaunt und entspannt und genießen das gute Wetter mit Freunden und Familie. Herrlich.

lenablubb am 26. Januar 12
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Great Ocean Road … great ocean, great road, long day!
Morgens um 7:45 Uhr ging es für mich ( + ein Mädel aus den Niederlanden, ein Pärchen aus Brasilien und der restlichen Busladung voller Koreaner, Japaner und Chinesen) vom Federation Square über die Great Ocean Road zu den Zwölf Aposteln und wieder zurück.
Und da immer wieder Beschwerden bei mir eingingen, dass ich auf zu wenigen Bildern zu sehen bin habe ich an diesem Tag bei jedem „Fotostop“ jedes Mal jemanden angehauen und gebeten ein Bild von mir zu machen. So, da habt ihr es jetzt :)
Unser erster Stop war Bells Beach. Der Strand mit seiner hohen Brandung (scheinbar die beste Brandung in Victoria) ist der Austragungsort eines wichtigen Surfwettbewerbes. Habe mir nach unserem Trip die Videos eines Wettbewerbes auf Youtube angeschaut wie die Leute auf riesen Wellen surfen … Hammer!
Auf dem Weg: ein Haus auf einer Stange (Es leben tatsächlich Leute hier). Verrückt.
Die Great Ocean Road (mittlerweile ein nationales Denkmal) verläuft über 250 km an der Südküste von Victoria. Besonders beeindruckend sind die Aussichten, die sich einem beim Durchfahren eröffnen.
Nach diesem Tag habe ich definitiv eine Überdosis Asiaten.
Ich kam mir vor wie im Nachtzug von Shanghai nach Peking.
Und wieder wurde ich an bereits bekannte Szenarien erinnert: Chinesen laufen im tiefsten Sommer dick bekleidet und mit SCHIRM! durch die Gegend (Man könnte ja braun werden, schrecklich), Fotos werden von alles und jedem gemacht (mir wurde mehrmals ein riesen Objektiv ins Gesicht gehalten), Fotos werden ausschließlich mit Spiegelreflexkameras (gigantische Objektive) geschossen, ständig wird auf übelste Art und Weise gepost, sobald die Bilder im Kasten sind sitzen die wieder im Bus (ich glaube die haben den ganzen Tag nur hinter der Linse gesehen), im Bus und überall sind die schrecklich laut und da fast niemand von denen Englisch spricht musste der Busfahrer bei jedem der ca. 15 Stops jedem Einzelnen die Rückkehr-Uhrzeit auf seiner Armbanduhr zeigen.
Was mich aber am meisten genervt hat war, dass sie ständig jede Aussichtsplattform blockiert haben und egal wie höflich man darum gebeten hat dass sie doch mal (nachdem sie ihr Foto geschossen haben) zurück treten mögen damit man auch mal zum Zuge kommt … man wird einfach ignoriert.
Mittags legten wir einen Lunch-Stop in Apollo Bay ein. Apollo Bay liegt an der Great Ocean Road und ist ein kleiner Küstenort mit vielen Surfshops.
Nach ca. sieben Stunden sind wir angekommen an den Zwölf Aposteln. Die Zwölf Aposteln sind Formationen aus Kalkstein an der Küste Sie sind entstanden durch die massiven erosiven Kräfte dieses Meeres.
Ursprünglich waren diese nun frei stehenden Felsen das Festland bis das Meer weniger widerstandsfähigere Partien um die heutigen Felsen abgetragen hat sie im Laufe der Jahre/ Jahrzehnte komplett frei stehend aus dem Meer ragen.
Dieser Erosionsprozess aufgrund der starken Brandung nimmt jährlich ca. 2 cm der Küste weg … dementsprechend sind auch die Zwölf Apostels ein zeitlich begrenztes Phänomen.
Nicht nur Säulenförmige Kalksteinformationen bringt dieses Meer hervor … sondern regelrechte rasierklingenartige Steinwände.
Das Meer zwischen Australien und Tasmanien (also genau hier) ist bekannt für seine Unbarmherzigkeit und außergewöhnliche Härte.
Bereits in den früheren Zeiten der Besiedelung Australiens haben viele Schiffe Schiffbruch erlitten bei dem Versuch Australien über die Passage zwischen Australien und Tasmanien zu erreichen.
lenablubb am 26. Januar 12
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Final Stop: Melbourne!
lenablubb am 26. Januar 12
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Canberra … ja? nein? ja!
Nach zwei relaxten Tagen am Strand ging es für mich nach Canberra.
Da Canberra die Hauptstadt Australiens ist wollte ich es mir nicht entgehen lassen dort einen kurzen Stop (2 Tage) auf dem Weg nach Melbourne einzulegen.
Ich habe mich davor mit einigen Einheimischen über die Hauptstadt unterhalten … begeistert sind die Australier davon nicht.
Da Sydney und Melbourne sich über den Hauptstadt-Status nicht einigen konnten wurde per Gesetz bestimmt, dass eine Hauptstadt an einem diplomatischen Ort gebaut werden soll.
So wurde Canberra (ca. 300 km südwestlich von Sydney im Landesinneren) ab 1913 aus dem Nichts erbaut und ist dementsprechend eine reine Planstadt.
Auf der Fahrt nach Canberra ins Landesinnere eröffnen sich einem wundervolle Ausblicke … endloses Land!
Die Stadt wurde in einem Dreieck angelegt, jeweils an den Spitzen wurde das ANZAK Memorial, das Parlament und das Stadtzentrum errichtet.
Weitläufige Alleen, beeindruckend große Plätze und ausgedehnte Parks, viele wichtige Gebäude und unzählige Denkmäler bestimmen hier das Stadtbild.
Wenn man es mit Sydney vergleichen möchte wären die passenden Worte wohl: sauberer, ordentlicher, geplanter, aufgeräumter, verkrampfter, gezwungener, … aber trotzdem schön.
Ich habe das Gefühl die Temperaturen schießen in die Höhe seitdem ich in Canberra bin. Und da das Verkehrssystem einfach nur grausam ist und niemand nur den Ansatz eines Planes hat (komisch für eine Planstadt) von wo welcher Bus wohin fährt musste ich die meisten Strecken zu Fuß laufen.
Grausam, wenn man die Temperaturen und die Weitläufigkeit der Stadt bedenkt.
Nach ca. 2 Stunden in der Hitze (und menschenleeren Straßen) und entlang unzähliger Kriegsdenkmäler bin ich angekommen am ANZAK- Memorial (DAS nationale Kriegsdenkmal) und war heilfroh meine Wasserflasche wieder auffüllen zu können.
Der See mitten in Canberra wurde künstlich erschaffen durch die Stauung des Flusses. Die Fontäne mitten im See ist Ebenfalls ein Denkmal, diesmal für Kapitän James Cook.
Weiter ging’s zum Parlament. Canberra hat ein altes Parlament (damals nur als Provisorium angelegt).
Umfunktioniert wurde das wunderschöne weiße alte Parlamentsgebäude zum Museum der Demokratie. Rosengärten säumen dieses Gelände. Sieht einfach nur traumhaft aus (hat mich etwas an Alice im Wunderland erinnert im Garten der Herzkönigin).
Direkt vor dem alten Parlamentsgebäude hat die inoffizielle Zelt-Botschaft der Aborigines seit 1972 ihren „Sitz“.
Seit 1972 campen die Leute auf diesem Punkt und fordern die längst überfällige Anerkennung und Wertschätzung der aborigenen Bevölkerung Australiens und ein Abkommen.
Das neue Parlamentsgebäude ist selbstverständlich um ein vielfaches Größer als das Alte, sodass ich mich entschlossen habe eine geführte Tour durch das Gebäude mitzumachen.
Die Sitzungssäle (zwei) sind für Bevölkerung frei zugänglich. Einige Räume im Parlament können sogar für private Zwecke genutzt werden (Firmenevents und Hochzeiten).
Die zwei Tage in Canberra waren wirklich sehr schön und das Wetter war klasse. Aber ich habe auch wirklich das Gefühl alles Sehenswerte in der Zeit gesehen zu haben.
Das oberste Gericht, die Nationalbibliothek, die Schatzkammer und weitere wichtige Gebäude liegen alle im Umkreis des Parlaments.

lenablubb am 25. Januar 12
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Mein letzter umwerfender Strand in Australien: Coogee!
Nach 11 Tage mitten in der größten Stadt Australiens (Sydney) gönne ich mir von Canberra und Melbourne eine kleine Auszeit in Coogee [kuji].
Coogee ist ein wunderschöner Strand nur 8 km südlich des Stadtzentrums von Sydney. Der Strand ist sogar durch einen Beach-Walk (Wanderweg an der Küste) mit dem legendären Strand von Bondi verbunden.
Dort angekommen (mit Bus und Bahn) bin ich dann mit meinem Gepäck bei gefühlten 50°C den Hügel hinauf zu meinem Hostel gelaufen.
In den letzten Tagen in Sydney ist das Wetter dermaßen ins Nasse gefallen (Monsunregen noch und nöcher), dass ich es fast schon bereut habe nach Coogee gehen zu wollen … aber es hat sich innerhalb von Stunden alles zum Guten gewendet und plötzlich war keine einzige Wolke mehr am Himmel. Typisch Australien eben.
Der Name Coogee kommt aus der aborigenen Sprache und bedeutet „stinkender Ort“ … weiß nicht warum, scheinbar gab es hier früher schlecht riechende Algen. Davon merkt man nichts mehr und der Strand ist super für einen Stadtstrand.
Ich liebe es wenn die Wellen an den Felsen am Strand brechen. Genau hinsehen … das links ist keine Wolke sondern eine Welle.
So schnell kann sich allerdings das Wetter auch wieder ändern.
Am nächsten Tag sind wir 2 Strände weiter gelaufen zum Clovelly Strand und haben den Tag dort verbracht. Ich hab die letzten Stunden dazu genutzt noch etwas Sommerbräune dazu zu gewinnen. Hoffentlich sieht man davon noch etwas wenn ich Heim komme.
Sonnenuntergang und trotzdem noch ne Menge los …

lenablubb am 23. Januar 12
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Sydney ... I love it!
Der Fischmarkt stand gestern auf meinem Sightseeing-Plan. Morgens bin ich aufgebrochen und musste buchstäblich dem Geruch folgen.
Leider hat man als „Normalo“ keinen Zutritt in die richtig coole Fischhalle, wo der frisch gefangene Fisch noch hin und her geworfen wird, die Leute in Gummistiefeln herum laufen und Auktionen veranstaltet werden. Als Touri kommt man in die Hallen in denen der Fisch schon schön drapiert auf dem Eis liegt… Filetiert oder am Stück. Dort kann man tatsächlich auch den frischen Fisch (zubereitet natürlich) meistens mit Chips (Pommes) essen. Ich hab es gemacht … das war der Hammer! Hatte ein Barramundi (Riesenbarsch aus Australien) Filet vom Grill … echt lecker.
Überraschung, Überraschung auch hier wird der Laden von Chinesen geschmissen.
Danach habe ich mir das benachbarte Viertel Glebe angeschaut und bin zur Universität in Sydney gelaufen.
Ich sags euch … die ist einfach nur toll! In einem riesigen Park nimmt der Uni-Campus ein sehr großes und wunderschönes Areal ein. Neben der alt ehrwürdigen Universität findet man als Student auf dem Campus wirklich alles was das Herz begehrt: mehrere Wohnheime, Cafés, ein Fitnessstudio, eine Bücherei, ein Sportstadion, …
Ich habe mich unerlaubter Weise hinter den „für die Öffentlichkeit“ zugänglichen Bereich in Vorlesungs- und Veranstaltungssäle geschmuggelt um einen Blick darauf zu werfen. Die sind einfach nur traumhaft mit Stuck an den Decken und alten Gemälden an den Wänden.
Danach bin ich in das südlich gelegene Stadtviertel Newtown gelaufen.
Als „must see“ wird im Lonley Planet der Strand in Manly aufgeführt, da er nicht so überlaufen sein soll wie der Superstrand Bondi. Von dem Circular Quay am Hafen fahren Fähren zu diesem Ort. Die Aussicht aus der Fähre war es definitiv wert … der Strand weniger! Leider ist dieser etwas dreckig und es sind zu viele Leute.

Am nächsten Tag stand Bondi Beach auf meinem Programm und dieser ist wirklich schön (für einen Stadtstrand) mit einer schönen Brandung, sauber und einer schönen Küstenlinie. Leider fühlt man sich hier wie auf dem Präsentierteller zwischen den ganzen Models, Surfern und aufgepimpten Leuten. Also weniger entspannt.
An der Küstenlinie von Bondi nach Süden verläuft ein toller Wanderweg mit einer fabelhaften Aussicht zu anderen Stränden.
Da die Leute in dem kleinen, intimen Hostel in Sydney wirklich super sind war ich am Donnerstag mit den Leuten vom Hostel bei einem ganz besonderen (nicht ganz jugendfreien) Bingoabend mit anschließenden Abstecher in die benachbarte Bar- und Clubszene Sydneys.
Am nächsten Tag besuchte ich das Anzak Memorial … ein Denkmal für die im Krieg Verstorbenen (und Verwundeten) inmitten des Hyde Parks.
Auch das Viertel Surry Hills ist mit seinen schönen viktorianischen Häusern und kleinen Cafés sehr sehenswert.
Da auch die Monorail ein Bestandteil des öffentlichen Verkehrschaos in Sydney ist und über den Köpfen in der Innenstadt fährt musste ich diese natürlich aus ausprobieren.
Mit einem meiner Mitbewohner (ein kunstliebender Franzose aus Paris) ging es am nächsten Tag in die Art Gallerie of New South Wales. Ein interessantes Museum mit Kunst aus Europa, China und Australien … sehenswert, wenn das Wetter so ist wie momentan in Sydney: Monsunartige Regenschauer mit kurzen Sonnenpausen :(
An meinem letzten Tag in Sydney besuchten wir das „Star“ Casino. Da die Australier dafür berühmt sind ordentlich Glücksspiel zu betreiben konnten wir uns das nicht entgehen lassen.
Bevor ich weiter nach Canberra reise werde ich noch einen kurzen Abstecher in Coogee Beach (drei Strände südlich von Bondi) einlegen und hoffen, dass das Wetter endlich besser wird.
lenablubb am 17. Januar 12
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Sydney, mate!
Nun angekommen in der größten Stadt Australiens (einer von fünf Australiern wohnt in Sydney) ist alles so lebhaft … und es fällt einem noch mehr auf, dass für Australier jeder und jede ein „mate“ (sowas wie Kumpel) ist. Ständig und nach jedem Satz höre ich nur das eine Wort: „mate“.
Naja sei es drum, das ist ein weiterer Ausdruck der Lockerheit der Australier!
Tatsächlich habe ich in dieser Metropole in Potts Point bzw. Kings Cross mein Hostel, bisher jede Sehenswürdigkeit UND wieder zurück gefunden (was schon fast an ein Wunder grenzt).
Der Bezirk den ich nun für 11 Tage mein „zu Hause“ nennen werde ist etwas „besonders“. Nicht weit von dem Stadtkern befinden sich hier massenweise Weggehmöglichkeiten, Nachtclubs und unzählige andere fragwürdige Etablissements.
Dementsprechend bunt gemischt ist hier auch das Klientel … da wird’s einem nicht langweilig.
Ich nächtige hier in einem 10er Zimmer (da die Unterkünfte in Sydney sehr teuer sind) mit 9 weiteren „menschlichen“ Mitbewohnern und etlichen 6- (Kakerlaken) oder 8- (Spinnen) beinigen Untermietern die nachts auch mal gut und gerne über einen laufen.
Zumindest ist es hier relativ sauber und da das Hostel ziemlich klein ist, ist auch die Stimmung wirklich gut.
Da ich so viel wie nur möglich aus Sydney mitnehmen möchte führe ich ein straffes Sightseeing-Programm durch … hier die Bilder!
So sieht es hier in den gesitteteren Wohnbezirken aus: viele wunderschöne Häuser im art deco und viktorianischen Stil.
Diese sonderbaren Vögel findet man hier genauso häufig wie die altbekannten Tauben.
Vor dem Opera House liegt ein altes Militärgelände mit etlichen Schiffen der australischen Flotte.
Am ersten Tag bin ich früh aufgebrochen zum Fußmarsch Richtung Hauptattraktion: Opera House und Harbour Bridge. Durch den „royalen“ botanischen Garten, durch den dutzende chinesisch/ japanische Reisegruppen gestapft sind hat sich hinter einem Hügel das Opera House gezeigt … und es ist wirklich klasse! Wenn die Sonne scheint funkelt es sogar!
Bei näheren Beobachtungen der Oper habe ich gesehen aus welchem Material die weiße Oberfläche zusammen setzt: aus Eierschalen farbigen matten Fließen und aus weißen glänzenden Keramikfliesen.
Ebenfalls ein Wahrzeichen Sydneys ist die Brücke neben dem Opera House am Hafen.
Vielleicht kurz etwas zu Sydney: Es ist die bevölkerungsreichste Stadt Australiens und liegt am Meer (an der Ostküste zwischen Brisbane im Norden und Melbourne im Süden). Das Gebiet um Sydney erstreckt sich um einen Meeresarm, der 19 km ins Land geht. Das Zentrum der Stadt und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen südlich dieses Meeresarmes (nördlich davon findet man eher die Wohngegenden).
Das „System“ (wenn man es denn so nennen will) der öffentlichen Verkehrsmittel finde ich sehr verfahren (und etwas grobmaschig, weshalb man hier über den Tag verteilt viele Kilometer zu Fuß läuft) … es besteht hier aus Zug, vielen Buslinien und der Fähre (wichtiger Bestandteil).
Sydney wurde bereits im 18. Jahrhundert von englischen Strafkolonien besiedelt (relativ früh für australische Verhältnisse, da das meiste an Infrastruktur sehr neu und Australien als Land sehr jung ist und maximal in der 3. Generation hier wohnt). Das Gebiet um Sydney war einst (vor der Entdeckung und Besiedelung der Europäer) seit 20.00 Jahren (!!!) von vielen Aborigines besiedelt, die jedoch „vertrieben“ wurden.
So, genug Geschichtliches. Ich musste diese Möwe einfach fotografieren … hat mich so an „Findet Nemo“ erinnert (der wurde ja auch nach Sydney verschleppt) … „MEINS, meins, meins …“
Das ist die Innenstadt. Immer mal wieder ältere Gebäude zwischen den Neuen.
Hier das Rathaus Sydneys.
Das Queen Victoria Building … ein uraltes Einkaufszentrum in Mitten der Stadt. Obwohl ich persönlich schon viele Einkaufszentren von Innen gesehen hab muss ich doch zugeben, dass das mit Abstand das Schönste ist. Obwohl die Läden schlichtweg zu teuer und nobel sind ist das Gebäude wirklich der Hammer.
Auch das ist Sydney … Trompetender Cyclist auf Stromkasten.
Samstag ist Markttag (auch in Australien). So habe ich mir vor genommen mindestens 3 Märkte zu besuchen um vielleicht das ein oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen zu können.
Danach bin ich durch die jeweiligen Stadtviertel geschlappt. Man stellt hier schnell fest, dass trotz Großstadt Sydney ein gewisses Flair und „Wohnlichkeit“ besitzt.
Und da jede Stadt, die was auf sich hält auch ein Chinatown besitzt hat Sydney auch eins. Das Essen ist hier wirklich gut und für australische Verhältnisse relativ erschwinglich.
Jedoch fällt einem nach nur wenigen Stunden in Sydney auf, dass es nicht nur in Chinatown vor Chinesen und Japanern bzw. Koreanern allzu wimmelt.
Habe fest gestellt, dass etliche Restaurants und Cafés von Chinesen (oder so ähnlich) betrieben werden … nicht nur das: auch Kebab-Buden, Bücherläden, Supermärkte … fast immer wird man von Chinesen (oder so ähnlich) bedient. Scheinbar bietet sich Australien geradezu zur Auswanderung für Asiaten an.
Sydney beherbergt auch einige schöne Kirchen.
Da wir im Norden Australiens bereits Kängurus aus der Hand gefüttert haben und Krokos gesehen haben standen noch zwei australische Tiere auf meiner To-Do Liste: Koalas (Aborigine für „no drink“, da er nicht trinken braucht) und Wombats.
Leider (oder auch nicht) ist es in dem Bundesstaat von New South Wales (also hier) per Gesetz keine Koalas auf den Arm nehmen und Bilder machen. Hätten wir das natürlich gewusst, dann hätten wir diese Aktion in Queensland (Cairns bis Brisbane) geplant.
Naja, trotzdem waren die Koalas (in dem Wildpark inmitten Sydneys) aus nächster Nähe zu beobachten und waren soooo putzig!
Es gab sogar Baby Koalas :)
Einen Wombat habe ich auch gesehen. Das Tier hat mich allerdings an eine Riesenwurst erinnert.
Der Park beherbergt sogar einen Cassowary (Riesenvogel mit buntem Kopf … heimisch im Norden Australiens).
Wallabys hab ich auch gesehen.
Entweder gab es ein großes Mittagessen, welches die Kängurus geplättet hat oder die Zoowächter haben die Kängurus sediert.
Am nächsten Tag besagte die Wettervorhersage makelloses Wetter und ich machte mich auf die Blue Mountains (ca. 60 km landeinwärts) und die Jenolan Caves (älteste bekannte Kalkstein/ Tropfsteinhöhle) zu besichtigen.
Zwischen der Gebirgskette liegt ein Tal mit überwiegend Eukalypten (gumtree, wächst in einer unglaublichen Masse und Artenvielfalt überall in Australien). Diese Eukalypten sondern ätherische Düste ab der über dem Tal liegt und bei Sonneneinstrahlung die blaue Einfärbung der Gebirgskette erzeugt … deswegen BLUE Mountains!
Nach einem Spaziergang im Tal ging es weiter mit dem Bus in die Jenolan Caves.
Vor der Höhle gab es einen See mit BLAUEM Wasser … wirklich BLAU!
Wir erhielten eine 1,5 stündige Führung durch die Höhlen … es war wirklich atemberaubend … gigantisch. Nicht zu vergleichen mit den Höhlen in der Schwäbischen Alb (in Australien ist eben alles ein wenig größer!).
Nachdem die Tour vorbei war wurde sogar in den Höhlen Hochzeit gefeiert, da ein Raum in den Höhlen so gigantisch hoch und die Formationen an eine Kathedrale erinnern. Außerdem ist die Akustik da drin makellos.
Kommt in den Bildern allerdings nicht rüber wie toll und riesig das Ganze ist.
Ich habe bei der Tour einen sehr netten Japaner kennen gelernt, sodass wir nach dem Trip beschlossen haben die Harbour Bridge zusammen zu überqueren und die Skyline Sydneys bei Dunkelheit vom Milsons Point zu „bestaunen“.
Heute habe ich unter anderem die Bibliothek Sydneys besucht.
Nachmittags bin ich mit der Fähre zu einer Bucht Namens Watsons Bay geschippert um dort die Aussicht von The Gap zu bestaunen. Wahnsinn, ich liebe Steilküsten!
Typisch für Australien! Überall, wo Verbote verhängt werden, wird unter diesen gleich auch der Betrag genannt den man blechen muss falls man dieses Verbot übergeht … hier: Bringst du deinen Hund mit, macht das 300 Dollar!

lenablubb am 10. Januar 12
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Jahreswechsel ganz anders!
Auch dieses Jahr habe ich wieder Geburtstag gefeiert … nur dieses Mal nicht bei Kaffee und Kuchen im winterlichen Deutschland. Nein, auch nicht wie letztes Jahr in Shanghai beim Teppanyaki … sondern bei beschaulichen 34 Grad Celsius am Strand.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen werde aber: Ich hatte im SOMMER Geburtstag. Habe mich gefühlt wie im falschen Film als ich doch tatsächlich an meinem Geburtstag mit dem Boogie-Board in die Wellen gestürzt bin.
Abends (um 22 Uhr) nach einem erneuten Ständchen und Kerzen auspusten haben wir uns dann die insgesamt 4 Kuchen genehmigt.
Am nächsten Tag war dann auch Silvester (oder New Years Eve) und wie jeden Tag ging es ans Meer und die Familie (allesamt begeisterte Surfer) hat beschlossen auch mir in den nächsten Tagen das Surfen beizubringen. Kann nicht wirklich sagen das ich es jetzt kann, aber es ist auch wirklich schwerer als es aussieht. Zumindest bin ich nach 5 Anläufen auf dem Board gestanden und einige Meter gesurft. Jetzt weiß ich warum die Australien so versessen darauf sind … es macht einfach so rießen Spaß!
Abends fuhren wir dann in die Stadt und vertrieben uns die Zeit zum Feuerwerk auf dem Jahrmarkt. Das Feuerwerk war allerdings schon um 21 Uhr (für die Kinder) ging aber volle 20 Minuten und ich war schon regelrecht beeindruckt. Als wir jedoch zu Hause das Feuerwerk in Sydney (nur knapp 200 km südlich von uns) auf dem Fernseher gesehen haben war ich weniger begeistert von unserem Feuerwerk.
Achtung Koalas!
Ach ja, ALDI gibt es in Australien in fast jeder Stadt … und alles ist identisch mit denen in Deutschland, sogar die Fußbodenfließen.
Abends genießen wir nach einem „anstrengenden“ Tag den Sonnenuntergang am Strandhaus … kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so entspannt war.
Das sind die benachbarten Flughunde (flying foxes, bis zu 1,5 Meter Flügelspannweite) … machen einen wahnsinns Lärm in der Dämmerung.
In den nächsten Tagen haben wir weitere traumhafte Strände besucht. Ich habe noch nie (und ich habe schon etliche Strände gesehen) so, so fabelhafte Strände gesehen wie hier in der Umgebung von Forster in Australien. Leider kann man das auf den Bildern nicht festhalten wie traumhaft schön die sind, wie klar das Wasser ist, wie hoch die Brandung ist und wie toll die Küstenlinie ist.
Am letzten Tag habe ich mit Tony eine kleine Felswanderung unternommen (barfuß) …hier die Bilder. Und ja, tatsächlich halte ich Seesterne und einen Krebs in der Hand.
Abends nach einem tollen All-you-can-eat Dinner beim Chinesen im Casino (musste mich dort erst mal als Mitglied registrieren um überhaupt das Casino betreten zu dürfen) haben wir einen weiteren Strand mit einer riesigen Sanddüne besucht.
Nach über 5 Wochen musste ich mich vor einigen Tagen von der Familie verabschieden um meine weitere Reise durch Australien anzutreten.
Ich hatte in den vergangenen Wochen eine wahnsinns Zeit voller Abenteuer, umgeben von fantastischen Menschen!
lenablubb am 10. Januar 12
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Weihnachten?!
Für das Weihnachtsfest sind wir am 24. Dezember zur Omi nach Maitland gefahren um dort am 25. Dezember mit der gesamten Familie zu feiern.
Am 24. Dezember selbst ist aber tote Hose und gefeiert wird hier eigentlich gar nicht.
Das eigentliche Weihnachten „Christmas Day“ begann um vier Uhr Nachts als die Kinder aufgestanden sind um die Geschenke auszupacken um sich danach wieder ins Bett zu legen. Später dann kam die gesamte Familie (insgesamt waren wir ca. 30 Leute) um 9 Uhr morgens zum Frühstück. Neben Obstsalat und süßen Sachen wurde eine „Spezialität“ serviert: Sauce Hollondaise auf Spinatblättern, auf Ei, auf Schinken … und dieser dann auf krossem Toast. Klingt wirklich speziell, schmeckt eigentlich aber ganz gut.
Die Pause bis zum Mittagessen wurde mit Chips und Bier überbrückt.
Da Weihnachten scheinbar überall auf der Welt mit vielen Menschen und zu viel Essen zelebriert wird gab es dann zum Lunch viele Salate und Truthahn und danach Weihnachtsplätzchen. Seeeeehr lecker!
Und da danach alle überfüllt waren haben sich alle ein stilles Plätzchen gesucht um den dringend benötigten Mittagsschlaf zu vollziehen.
Abends nach dem Abendessen haben wir eine Lichterfahrt gemacht und uns die Weihnachtsdekoration und atomaren Beleuchtungen an den Häusern der „Crazy People“ angeschaut.
Am nächsten Tag ist die gesamte Familie ans Strandhaus gefahren um die Christmas Holidays weiter zu genießen.
Tony und ich sind zurück nach Gloucester gefahren um für einige wenige Tage nach den Tieren zu schauen bevor wir gestern (am 29.12.11) zu den Anderen an Strandhaus gefahren sind.
Auf dem Weg nach Gloucester haben wir einen Halt an einer Straße im älteren Viertel von Maitland gemacht wo ich die folgenden Bilder von typischen australischen Häusern geschossen habe.
Offenbar sind nicht nur die Häuser in diesem Viertel alt: „Aged Pedestrians“ (so viel wie Achtung vor älteren Fußgängern). Scheinbar geht von diesen eine besondere Gefahr aus.
In Gloucester habe ich dann auch für einen Nachmittag den benachbarten Milchbauern besucht, von welchem wir unsere frische Milch beziehen. Eigentlich wollte ich nur kurz zuschauen wie die Kühe gemolken werden … aber nach einigen wenigen Minuten habe ich mich selbst im tiefer gelegten Gang zwischen dutzenden Kuhhintern melkend wieder gefunden. Das war eine Erfahrung von der ich nie gedacht habe, dass ich diese machen würde, aber die 1,5 Stunden in Kuhdung zwischen den Kühen waren einfach super.
Dieses Kälbchen im Gras ist gestern Nacht geboren worden.
Danach durfte ich sogar die Kälbchen füttern. Da sehr junge Kälbchen nicht aus dem Eimer trinken können habe ich für ein Kälbchen meinen Arm in den Eimer Milch getaucht und es an meinen Fingern nuckeln lassen bis der Eimer leer war.
Nach den Bienen geschaut haben wir auch noch … natürlich im stylischen Anzug. Das bin übrigens ich auf dem Bild.
Das ist übrigens eine giftige Spinne aus nächster Nähe und von mir fotografiert.
Und das sind die Baby-Enten … für Tanja. Sie sind so arg gewachsen.
In Gloucester haben wir die Stille und den australischen Sommer fernab der Kinder genossen. Und wer kann schon behaupten, dass er im Dezember frisch gepflückte Erdbeeren UND Orangen gegessen hat?!
Gestern waren wir am Sealrock-Strand … wie es der Name schon verrät findet man ab und zu einige Robben (und Delfine) an den Felsen vor dem Strand.
Warum jemand Muscheln am Strand verkauft wenn es doch welche direkt nebenan im Meer welche für um sonst gibt?!
Meinen Geburtstag hat mit einem wundervollen Ständchen der gesamten Familie begonnen bevor wir an einem großartigen Strand einige sonnige Stunden verbracht haben. Zum Kaffee nach dem BBQ-Dinner habe ich einen Schokokuchen von einer Konditorei bestellt und weitere 3 Kuchen vom Supermarkt gekauft, damit diese dann auch für die gesamte Familie reichen.

lenablubb am 30. Dezember 11
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Summer Holidays in Forster
lenablubb am 24. Dezember 11
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Abstecher ins Hunter Valley
Um ein wenig Abwechslung in unser Farmleben zu bringen haben wir für einige Tage die Möglichkeit genutzt bei den Eltern unserer „Gastmutter“ in Maitland unter zu kommen und Newcastle zu besuchen.
Wir konnten die uns entgegen gebrachte Gastfreundschaft und Freundlichkeit kaum begreifen.
Nachdem uns die Omi in das uralte (100 Jahre) Stadthaus der Familie mitgenommen hat wurden uns 3 Gästezimmer zum Aussuchen angeboten.
Eins schöner als das Andere und die ganze Einrichtung ist aus einem vergangenen Zeitalter ... wir haben uns um 100 Jahre zurückversetzt gefühlt.
Die hohen Decken, die mit Stuck verziert sind, die Möbel (Frisiertische, Kommoden, Récamiere, Sofas, Silberbürsten …) die aus einem Museum entsprungen sein könnten … wir sind fassungslos durch die Räume gelaufen und haben uns dann für dieses schöne Zimmer mit Prinzessinenbett entschieden:
Die bereits verrentete Opi hat sich sofort angeboten uns die Stadt (und Nachbarstädte) in seinem Van zu zeigen. Wie ein persönlicher Tourguide erzählte er uns alle geschichtlich relevanten Kleinigkeiten und fuhr mit uns alle interessanten Plätze ab.
Am nächsten Tag fuhren wir mit ihm in das benachbarte Hunter Valley (bekannt für seine Weine, Kohle und wunderschöne Landschaft).
Viele Städte und Dörfer in diesem Tal sind aufgrund des Kohleabbaus (überirdisch) entstanden, da die Arbeiter für 3, bzw. 4 Tage (á 12 Stunden) Arbeit 170.000 Dollar im Jahr verdienen. So wachsen Städte im Nu und Häuser sprießen aufgrund der riesigen finanziellen Mittel wie Pilze aus dem Boden.
Nach einer Lunchpause mit selbstgemachten Sandwiches von Daheim ging es danach gefestigt zu etlichen Weingütern zur Weinprobe.
Wir wurden so herzlich in die Familie aufgenommen und mit so viel Freundlichkeit und Interesse empfangen, dass wir der Familie gar nicht genug danken könnten.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Zug nach Newcastle. Endlich mal eine Sache, die einem in Australien zur Abwechslung nicht den Geldbeutel sprengt: 6,40$ für 35 Minuten Zugfahrt ... wow!
Newcastle ist eine recht alte Stadt mit einer „schmutzigen industriellen Vergangenheit“ (laut Reiseführer). Tatsächlich ist Newcastle eine sehr schöne Stadt mit viel Charakter, unglaublich schönen alten Häusern und einer fabelhaften Küstenlinie.
Im Stadtzentrum mündet der Fluss Hunter ins offene Meer und der Hafen ist ein bombastischer Umschlagsplatz für den Kohleexport nach China.
Neben dem Strand wurden zwei Seebäder eingerichtet um die zum Teil unglaublich hohen Wellen von den Badegästen abzuhalten.
Auf dem Hügel im Süden der Stadt besuchten wir am Ende des Tages eine schöne katholische Kathedrale in der die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren liefen und die Hochzeitsgäste bereits auf die Braut warteten.
Leider mussten wir hier aber auf unseren Zug.

lenablubb am 23. Dezember 11
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Unsere kleine Farm (-:
Gloucester? I don’t know where it is!
Nach einer langen und strapaziösen Reise ins abgelegene Gloucester (ausgesprochen Gloster) haben wir vergangenen Dienstag (06.12.2011) das Zuhause unserer WWOOFING-Familie erreicht.
WWOOFING (Abkürzung für willing workers on organic farms) wurde von einer Institution der australischen Regierung ins Leben gerufen, um vermutlich Reisenden mehr Einblicke in das „wirkliche“ Australien zu gewähren und um Farmern und Menschen im Inland die Möglichkeit zu schaffen sich kulturell auszutauschen und „günstige“ Hilfe auf ihren Farmen zu erhalten.
Kurzum: Man besorgt sich eine Mitgliedschaft inkl. WWOOFING-Katalog mit allen WWOOFING-Möglichkeiten für 70$ und bewirbt sich dann bei den Farmen seiner Wahl. Dort angekommen kommt man auf der Farm kostenlos unter und die Verpflegung ist frei. Gegenleistung dafür ist, dass man dort mit anpackt und (wird empfohlen) ca. 4- 6 Stunden am Tag arbeitet.
Um unserem Australien-Aufenthalt mehr Tiefgang zu verschaffen und neben den im Reiseführer beschriebenen „Highlights“ auch das reale Australien inkl. Menschen kennen zu lernen entschlossen wir diese Möglichkeit ca. 3 Stunden nördlich von Sydney wahr zu nehmen.
Das ist Gloucester mit seinen 2.500 Einwohnern.
Nun, in Gloucester angekommen bezogen wir unser Quartier für die nächste Zeit. Die „granny flat“ (zu deutsch: Omi-Wohnung) hinter der Garage mit kleiner Küchenzeile und eigenem Bad war nun fast schon purer Luxus nach den Schlafsälen, die wir in der letzten Zeit bereist haben. Nur kurz erfreuten wir uns unserer vermeintlichen Zweisamkeit bis wir unseren zahlreichen „Mitbewohnern“ quasi in die Arme liefen: Unglaublich viele, viele Spinnen und Netze!
Da wir uns derzeit im absolut abgeschiedenen Inland befinden (kein Handyempfang) und natürlich die pure australische Wildnis uns umgibt, gibt es hier zahlreiche ungebetene Gäste wie Schlangen und Spinnen (giftige und ungiftige, beides schon aus nächster Nähe gesehen).
Die Familie (mit vier Kindern von 2 bis 16 Jahren) ist unglaublich aufgeschlossen (v.a der Familienvater als alter italienischer Ex-Hippie) und freundlich und immer interessiert an noch ungehörten Geschichten, haben das Anwesen vor ca. 2 Jahren gekauft und sind kräftig am Renovieren und am Landwirtschaften.
Dementsprechend helfen wir der Familie auch beim Unkraut entfernen, mulchen, Beete richten, pflanzen, Heu machen (alles mit der Hand) … und selbstverständlich alles höchst ökologisch. Zahlreiche Tiere müssen hier ebenfalls versorgt werden, sodass wir morgens und abends die Hühner füttern, Ziegen füttern, Pferde füttern und striegeln (und bereits reiten).
Der Familienvater ist ein regelrechtes Unikat und hat immer eine interessante Story, die er gerne auf dem Feld, beim Nachmittagstee oder beim gemütlichen Beisammensein mit uns teilt.
Er als Italiener … ein weit gereister Mann, der nie als Tourist, sondern als Reisender unterwegs ist hat die entlegensten Ecken von Asien (China und Indonesien) als Rucksackreisender bereist und äußerst selten für eine Unterkunft bezahlt. Stattdessen pflegt er es, nachdem er sich die Sprache angeeignet hat und viele einheimische Freunde gemacht hat mit und bei diesen zu arbeiten und zu leben. So hat er als Kokosnusspflücker in Cairns, Radioreparateur in Indonesien, Häuslebauer in Guilin (China) … usw. gearbeitet.
Hier auf der Farm baut die Familie das meiste für den Eigenbedarf an (Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Zucchini, Fenchel, Auberginen, Artischocken, Mais, Melonen, Kürbisse, Nüsse, Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen, Kumquats ...) und produziert Honig, den der Vater dann auf dem Markt verkauft. Bei dem letzten Marktbesuch haben sich die Kinder zwei kleine Enten gekauft. Seitdem sind diese Entenkinder überall mit dabei … sogar am Fluss.
Die Lebensweise ist hier sehr naturverbunden und für uns anfangs befremdlich alternativ. Es werden keine Pestizide oder Fungizide und sonstiges eingesetzt, das Hühnchen wird vor unseren Augen erlegt, die ganze Familie läuft ÜBERALL barfuß, isst selbstgemachtes Brot und selbstgemachtes Pesto, alles Wasser wird vom nahegelegenen Fluss (unfiltriert) bezogen und alles geschieht im Einklang mit der Natur … in mitten einer umwerfenden Szenerie.
Neben den vielen Weihnachtsfeiern zu denen wir mitgenommen werden vertreiben wir uns die Zeit mit dem Trampolin, den Tieren und genießen die schöne Umgebung.
Wahre Einblicke in das australische Leben haben wir bereits tatsächlich erhalten … ob auf dem Farmers-Market, bei Spaziergängen in die Umgebung, bei einem authentischen BBQ-Lunch (Mittagessen vom Grill) bei Freunden der Familie oder bei einem kurzen Schwimmen im Fluss.
Auch auf einem Abstecher zum Christmas-Carnival, einem kleinen Straßenfest mit Essensbuden, einer Hüpfburg und Spendenaktionen wurde uns wieder mal bewusst wie die Australier Weihnachten feiern … und zwar nicht wie wir daheim! Eine besondere „Bude“, die wir bisher nur von Filmen des fernen Westens kennen war das Spenden sammeln mittels Abschießens einer Person in ein riesen Planschbecken.
Diesen Fluss haben wir nachdem wir in der Hitze Heu gemacht haben liebend gerne aufgesucht um uns eine Abkühlung zu verschaffen. Das Wasser war sagenhaft klar und eiskalt (kommt von den benachbarten Bergen). Mitten durch den Fluss (= Auto wird nass) liegt eine Straße die dann auch in den Ort (10 km entfernt) und in die Zivilisation führt. Diese kann aber in Zeiten der Flut nicht befahren werden.
Wir genießen unsere Zeit hier und das wahre Australien!
Ach noch was … vor kurzem wurden einige „Zonen“ eigeführt. Diese Schilder sieht man fast an jeder Ecke.

lenablubb am 14. Dezember 11
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Gold Coast
Nach unserer Campervan-Tour haben wir unsere kurze Zeit in Brisbane genutzt um uns nach einer passenden Arbeit umzuschauen.
Nach ausgiebiger Recherche und Telefoniererei mit dem Harvest Service haben wir uns entschlossen unser Glück in Bundaberg (7 Stunden nördlich von Brisbane) zu versuchen.
Bundaberg ist bekannt dafür, dass dort einfach alles angebaut wird (Tomaten, Mangos, Blumen, Zucchinis, Wassermelonen und andere Melonen, Kürbis, Erdbeeren, Äpfel, Paprika, Kiwis …) und dementsprechend ein großer Bedarf an Arbeitskräften herrscht.
Nach einem Telefonat mit dem örtlichen Working-Hostel (ein Hostel, in dem die meisten Leute auf Farmen arbeiten und vom Hostel der Transfer zu den Farmen organisiert wird), bei dem uns gesagt wurde, dass wir bei der Tomatenernte 18$ verdienen werden buchten wir den nächsten Bus nach Bundaberg um so schnell wie möglich Arbeit zu bekommen.
Dort angekommen bekamen wir ein 4er-Zimmer … und am nächsten Morgen um 4:20 Uhr ging es los zur Arbeit.
Bevor die Sonne aufging ging es zu sechst auf die Zucchinifarm. Leider hat uns zuvor niemand gesagt, dass wir doch etwas mehr an Ausrüstung brauchten als Handschuhe, geschlossene Schuhe, einen Hut, Unmengen an Sonnencreme und 4 Liter Wasser pro Person.
Die Zucchinipflanzen haben kleine, feine Stacheln … die man auf seiner Haut sammelt wenn man die Zucchini vom Busch schneidet. Nach einigen Zucchinis merkt man dann, wie die Stacheln in die Haut wandern und einen an den Armen und Beinen sehr weit aufschneiden. Lustiger Nebeneffekt mit den Pestiziden am Abend: Allergischer Ausschlag all over und aufgeschlitzte Beine und Arme. Die üblen Kreuzschmerzen müssen wir hier nicht noch erwähnen.
Wenn ihr euch an dieser Stelle fragt für wie viel (Schmerzens)-Geld wir diese Schinderei hingenommen haben: 2,5$ pro Bucket (ziemlich großer Eimer).
Den darauf folgenden Tag haben wir Paprika geerntet … eigentlich noch deprimierender da es nur noch 1$ pro Bucket gab (der diesmal auch viel größer war … etwa Wäschekorbgröße).
Die rote Erde (die vermutlich nie wieder aus unseren Kleidern kommt) und die brennende Sonne und harte Arbeit, aber die tolle Atmosphäre war in nachhinein eine wahre australische Erfahrung.
Die Stimmung in dem Hostel war einfach bombig, wie eine große Familie … einfach genial und am Ende gingen wir auch mit einem weinenden Auge.
Abwechselnd haben wir nun Zucchini und Paprika geerntet und am Ende der Woche gerade ein Mal die Unterkunft wieder rein bekommen und beschlossen mit WWOOFING (Willing workers on organic farms, Arbeiten für 4-6 Stunden am Tag auf einer Farm und dafür kostenlose Unterkunft und Verpflegung) die Zeit etwas zu füllen und unseren Geldbeutel zu schonen.
Auf dem Weg zu unserer WWOOFING-Familie in Gloucester gab es noch zwei Orte, die wir auf unsere „To-See-Liste“ stehen hatten: Surfers Paradise und Byron Bay.
Etwas südlicher von Brisbane kamen wir in Surfers Paradise an. Ein verrückter Ort mit riesen Hochhäusern direkt am Strand und viele, viele Surfer.
Zurzeit sind auch die „Schoolies“ (High-School Absolventen) außer Rand und Band und feiern an diesen beliebten Urlaubsorten ihren Abschluss.
Nach 2 Tagen ging es für 2 weitere Tage nach Byron Bay. Ebenfalls ein traumhafter Küstenort mit tollen Brandungen für Surfer, die es dort in Scharen hin zieht.
Allgemein ist Byron Bay viel entspannter als Surfers Paradise. Hochhäuser sucht man hier vergebens, sondern kleine urige Läden und Kneipen … alles sehr entspannt (was vielleicht auch am übermäßigen Gras-Konsum liegt) und sehr Hippie-mäßig.
Neben einfach unglaublichen Stränden hat Byron Bay einen traumhaften Leuchtturm, der ganz oben auf Klippen liegt und selbst nach einem sehr, sehr langen und steilen Weg durch den Regenwald absolut sehenswert ist.
Und der Rückweg bei Sonnenuntergang an so sagenhaften Stränden machte unseren Tag perfekt.
Nun geht es für mehrere Tage zu unserer Wwoofing-Familie (Mitten im Busch, Familie mit 4 Kindern, mehre Hühner, Ziegen, Pferde und Bienenstöcke …)
Arbeiten müssen wir dort im Garten, mit den Tieren und bei der Honigproduktion. In der Nähe gibt es dort einen Fluss, mehrere Höhlen und Wasserfälle … wir sind sehr gespannt wie es uns dort gefällt … aber alles hier ist eine Erfahrung!
lenablubb am 05. Dezember 11
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