Nun angekommen in der größten Stadt Australiens (einer von fünf Australiern wohnt in Sydney) ist alles so lebhaft … und es fällt einem noch mehr auf, dass für Australier jeder und jede ein „mate“ (sowas wie Kumpel) ist. Ständig und nach jedem Satz höre ich nur das eine Wort: „mate“.
Naja sei es drum, das ist ein weiterer Ausdruck der Lockerheit der Australier!
Tatsächlich habe ich in dieser Metropole in Potts Point bzw. Kings Cross mein Hostel, bisher jede Sehenswürdigkeit UND wieder zurück gefunden (was schon fast an ein Wunder grenzt).
Der Bezirk den ich nun für 11 Tage mein „zu Hause“ nennen werde ist etwas „besonders“. Nicht weit von dem Stadtkern befinden sich hier massenweise Weggehmöglichkeiten, Nachtclubs und unzählige andere fragwürdige Etablissements.
Dementsprechend bunt gemischt ist hier auch das Klientel … da wird’s einem nicht langweilig.
Ich nächtige hier in einem 10er Zimmer (da die Unterkünfte in Sydney sehr teuer sind) mit 9 weiteren „menschlichen“ Mitbewohnern und etlichen 6- (Kakerlaken) oder 8- (Spinnen) beinigen Untermietern die nachts auch mal gut und gerne über einen laufen.
Zumindest ist es hier relativ sauber und da das Hostel ziemlich klein ist, ist auch die Stimmung wirklich gut.
Da ich so viel wie nur möglich aus Sydney mitnehmen möchte führe ich ein straffes Sightseeing-Programm durch … hier die Bilder!
So sieht es hier in den gesitteteren Wohnbezirken aus: viele wunderschöne Häuser im art deco und viktorianischen Stil.
Diese sonderbaren Vögel findet man hier genauso häufig wie die altbekannten Tauben.
Vor dem Opera House liegt ein altes Militärgelände mit etlichen Schiffen der australischen Flotte.
Am ersten Tag bin ich früh aufgebrochen zum Fußmarsch Richtung Hauptattraktion: Opera House und Harbour Bridge. Durch den „royalen“ botanischen Garten, durch den dutzende chinesisch/ japanische Reisegruppen gestapft sind hat sich hinter einem Hügel das Opera House gezeigt … und es ist wirklich klasse! Wenn die Sonne scheint funkelt es sogar!
Bei näheren Beobachtungen der Oper habe ich gesehen aus welchem Material die weiße Oberfläche zusammen setzt: aus Eierschalen farbigen matten Fließen und aus weißen glänzenden Keramikfliesen.
Ebenfalls ein Wahrzeichen Sydneys ist die Brücke neben dem Opera House am Hafen.
Vielleicht kurz etwas zu Sydney: Es ist die bevölkerungsreichste Stadt Australiens und liegt am Meer (an der Ostküste zwischen Brisbane im Norden und Melbourne im Süden). Das Gebiet um Sydney erstreckt sich um einen Meeresarm, der 19 km ins Land geht. Das Zentrum der Stadt und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen südlich dieses Meeresarmes (nördlich davon findet man eher die Wohngegenden).
Das „System“ (wenn man es denn so nennen will) der öffentlichen Verkehrsmittel finde ich sehr verfahren (und etwas grobmaschig, weshalb man hier über den Tag verteilt viele Kilometer zu Fuß läuft) … es besteht hier aus Zug, vielen Buslinien und der Fähre (wichtiger Bestandteil).
Sydney wurde bereits im 18. Jahrhundert von englischen Strafkolonien besiedelt (relativ früh für australische Verhältnisse, da das meiste an Infrastruktur sehr neu und Australien als Land sehr jung ist und maximal in der 3. Generation hier wohnt). Das Gebiet um Sydney war einst (vor der Entdeckung und Besiedelung der Europäer) seit 20.00 Jahren (!!!) von vielen Aborigines besiedelt, die jedoch „vertrieben“ wurden.
So, genug Geschichtliches. Ich musste diese Möwe einfach fotografieren … hat mich so an „Findet Nemo“ erinnert (der wurde ja auch nach Sydney verschleppt) … „MEINS, meins, meins …“
Das ist die Innenstadt. Immer mal wieder ältere Gebäude zwischen den Neuen.
Hier das Rathaus Sydneys.
Das Queen Victoria Building … ein uraltes Einkaufszentrum in Mitten der Stadt. Obwohl ich persönlich schon viele Einkaufszentren von Innen gesehen hab muss ich doch zugeben, dass das mit Abstand das Schönste ist. Obwohl die Läden schlichtweg zu teuer und nobel sind ist das Gebäude wirklich der Hammer.
Auch das ist Sydney … Trompetender Cyclist auf Stromkasten.
Samstag ist Markttag (auch in Australien). So habe ich mir vor genommen mindestens 3 Märkte zu besuchen um vielleicht das ein oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen zu können.
Danach bin ich durch die jeweiligen Stadtviertel geschlappt. Man stellt hier schnell fest, dass trotz Großstadt Sydney ein gewisses Flair und „Wohnlichkeit“ besitzt.
Und da jede Stadt, die was auf sich hält auch ein Chinatown besitzt hat Sydney auch eins. Das Essen ist hier wirklich gut und für australische Verhältnisse relativ erschwinglich.
Jedoch fällt einem nach nur wenigen Stunden in Sydney auf, dass es nicht nur in Chinatown vor Chinesen und Japanern bzw. Koreanern allzu wimmelt.
Habe fest gestellt, dass etliche Restaurants und Cafés von Chinesen (oder so ähnlich) betrieben werden … nicht nur das: auch Kebab-Buden, Bücherläden, Supermärkte … fast immer wird man von Chinesen (oder so ähnlich) bedient. Scheinbar bietet sich Australien geradezu zur Auswanderung für Asiaten an.
Sydney beherbergt auch einige schöne Kirchen.
Da wir im Norden Australiens bereits Kängurus aus der Hand gefüttert haben und Krokos gesehen haben standen noch zwei australische Tiere auf meiner To-Do Liste: Koalas (Aborigine für „no drink“, da er nicht trinken braucht) und Wombats.
Leider (oder auch nicht) ist es in dem Bundesstaat von New South Wales (also hier) per Gesetz keine Koalas auf den Arm nehmen und Bilder machen. Hätten wir das natürlich gewusst, dann hätten wir diese Aktion in Queensland (Cairns bis Brisbane) geplant.
Naja, trotzdem waren die Koalas (in dem Wildpark inmitten Sydneys) aus nächster Nähe zu beobachten und waren soooo putzig!
Es gab sogar Baby Koalas :)
Einen Wombat habe ich auch gesehen. Das Tier hat mich allerdings an eine Riesenwurst erinnert.
Der Park beherbergt sogar einen Cassowary (Riesenvogel mit buntem Kopf … heimisch im Norden Australiens).
Wallabys hab ich auch gesehen.
Entweder gab es ein großes Mittagessen, welches die Kängurus geplättet hat oder die Zoowächter haben die Kängurus sediert.
Am nächsten Tag besagte die Wettervorhersage makelloses Wetter und ich machte mich auf die Blue Mountains (ca. 60 km landeinwärts) und die Jenolan Caves (älteste bekannte Kalkstein/ Tropfsteinhöhle) zu besichtigen.
Zwischen der Gebirgskette liegt ein Tal mit überwiegend Eukalypten (gumtree, wächst in einer unglaublichen Masse und Artenvielfalt überall in Australien). Diese Eukalypten sondern ätherische Düste ab der über dem Tal liegt und bei Sonneneinstrahlung die blaue Einfärbung der Gebirgskette erzeugt … deswegen BLUE Mountains!
Nach einem Spaziergang im Tal ging es weiter mit dem Bus in die Jenolan Caves.
Vor der Höhle gab es einen See mit BLAUEM Wasser … wirklich BLAU!
Wir erhielten eine 1,5 stündige Führung durch die Höhlen … es war wirklich atemberaubend … gigantisch. Nicht zu vergleichen mit den Höhlen in der Schwäbischen Alb (in Australien ist eben alles ein wenig größer!).
Nachdem die Tour vorbei war wurde sogar in den Höhlen Hochzeit gefeiert, da ein Raum in den Höhlen so gigantisch hoch und die Formationen an eine Kathedrale erinnern. Außerdem ist die Akustik da drin makellos.
Kommt in den Bildern allerdings nicht rüber wie toll und riesig das Ganze ist.
Ich habe bei der Tour einen sehr netten Japaner kennen gelernt, sodass wir nach dem Trip beschlossen haben die Harbour Bridge zusammen zu überqueren und die Skyline Sydneys bei Dunkelheit vom Milsons Point zu „bestaunen“.
Heute habe ich unter anderem die Bibliothek Sydneys besucht.
Nachmittags bin ich mit der Fähre zu einer Bucht Namens Watsons Bay geschippert um dort die Aussicht von The Gap zu bestaunen. Wahnsinn, ich liebe Steilküsten!
Typisch für Australien! Überall, wo Verbote verhängt werden, wird unter diesen gleich auch der Betrag genannt den man blechen muss falls man dieses Verbot übergeht … hier: Bringst du deinen Hund mit, macht das 300 Dollar!
