Great Ocean Road … great ocean, great road, long day!
Morgens um 7:45 Uhr ging es für mich ( + ein Mädel aus den Niederlanden, ein Pärchen aus Brasilien und der restlichen Busladung voller Koreaner, Japaner und Chinesen) vom Federation Square über die Great Ocean Road zu den Zwölf Aposteln und wieder zurück.

Und da immer wieder Beschwerden bei mir eingingen, dass ich auf zu wenigen Bildern zu sehen bin habe ich an diesem Tag bei jedem „Fotostop“ jedes Mal jemanden angehauen und gebeten ein Bild von mir zu machen. So, da habt ihr es jetzt :)

Unser erster Stop war Bells Beach. Der Strand mit seiner hohen Brandung (scheinbar die beste Brandung in Victoria) ist der Austragungsort eines wichtigen Surfwettbewerbes. Habe mir nach unserem Trip die Videos eines Wettbewerbes auf Youtube angeschaut wie die Leute auf riesen Wellen surfen … Hammer!







Auf dem Weg: ein Haus auf einer Stange (Es leben tatsächlich Leute hier). Verrückt.



Die Great Ocean Road (mittlerweile ein nationales Denkmal) verläuft über 250 km an der Südküste von Victoria. Besonders beeindruckend sind die Aussichten, die sich einem beim Durchfahren eröffnen.














Nach diesem Tag habe ich definitiv eine Überdosis Asiaten.

Ich kam mir vor wie im Nachtzug von Shanghai nach Peking.

Und wieder wurde ich an bereits bekannte Szenarien erinnert: Chinesen laufen im tiefsten Sommer dick bekleidet und mit SCHIRM! durch die Gegend (Man könnte ja braun werden, schrecklich), Fotos werden von alles und jedem gemacht (mir wurde mehrmals ein riesen Objektiv ins Gesicht gehalten), Fotos werden ausschließlich mit Spiegelreflexkameras (gigantische Objektive) geschossen, ständig wird auf übelste Art und Weise gepost, sobald die Bilder im Kasten sind sitzen die wieder im Bus (ich glaube die haben den ganzen Tag nur hinter der Linse gesehen), im Bus und überall sind die schrecklich laut und da fast niemand von denen Englisch spricht musste der Busfahrer bei jedem der ca. 15 Stops jedem Einzelnen die Rückkehr-Uhrzeit auf seiner Armbanduhr zeigen.

Was mich aber am meisten genervt hat war, dass sie ständig jede Aussichtsplattform blockiert haben und egal wie höflich man darum gebeten hat dass sie doch mal (nachdem sie ihr Foto geschossen haben) zurück treten mögen damit man auch mal zum Zuge kommt … man wird einfach ignoriert.



Mittags legten wir einen Lunch-Stop in Apollo Bay ein. Apollo Bay liegt an der Great Ocean Road und ist ein kleiner Küstenort mit vielen Surfshops.



Nach ca. sieben Stunden sind wir angekommen an den Zwölf Aposteln. Die Zwölf Aposteln sind Formationen aus Kalkstein an der Küste Sie sind entstanden durch die massiven erosiven Kräfte dieses Meeres.

Ursprünglich waren diese nun frei stehenden Felsen das Festland bis das Meer weniger widerstandsfähigere Partien um die heutigen Felsen abgetragen hat sie im Laufe der Jahre/ Jahrzehnte komplett frei stehend aus dem Meer ragen.

Dieser Erosionsprozess aufgrund der starken Brandung nimmt jährlich ca. 2 cm der Küste weg … dementsprechend sind auch die Zwölf Apostels ein zeitlich begrenztes Phänomen.


















Nicht nur Säulenförmige Kalksteinformationen bringt dieses Meer hervor … sondern regelrechte rasierklingenartige Steinwände.











Das Meer zwischen Australien und Tasmanien (also genau hier) ist bekannt für seine Unbarmherzigkeit und außergewöhnliche Härte.

Bereits in den früheren Zeiten der Besiedelung Australiens haben viele Schiffe Schiffbruch erlitten bei dem Versuch Australien über die Passage zwischen Australien und Tasmanien zu erreichen.