Abstecher ins Hunter Valley
Um ein wenig Abwechslung in unser Farmleben zu bringen haben wir für einige Tage die Möglichkeit genutzt bei den Eltern unserer „Gastmutter“ in Maitland unter zu kommen und Newcastle zu besuchen.
Wir konnten die uns entgegen gebrachte Gastfreundschaft und Freundlichkeit kaum begreifen.

Nachdem uns die Omi in das uralte (100 Jahre) Stadthaus der Familie mitgenommen hat wurden uns 3 Gästezimmer zum Aussuchen angeboten.

Eins schöner als das Andere und die ganze Einrichtung ist aus einem vergangenen Zeitalter ... wir haben uns um 100 Jahre zurückversetzt gefühlt.

Die hohen Decken, die mit Stuck verziert sind, die Möbel (Frisiertische, Kommoden, Récamiere, Sofas, Silberbürsten …) die aus einem Museum entsprungen sein könnten … wir sind fassungslos durch die Räume gelaufen und haben uns dann für dieses schöne Zimmer mit Prinzessinenbett entschieden:





Die bereits verrentete Opi hat sich sofort angeboten uns die Stadt (und Nachbarstädte) in seinem Van zu zeigen. Wie ein persönlicher Tourguide erzählte er uns alle geschichtlich relevanten Kleinigkeiten und fuhr mit uns alle interessanten Plätze ab.

Am nächsten Tag fuhren wir mit ihm in das benachbarte Hunter Valley (bekannt für seine Weine, Kohle und wunderschöne Landschaft).









Viele Städte und Dörfer in diesem Tal sind aufgrund des Kohleabbaus (überirdisch) entstanden, da die Arbeiter für 3, bzw. 4 Tage (á 12 Stunden) Arbeit 170.000 Dollar im Jahr verdienen. So wachsen Städte im Nu und Häuser sprießen aufgrund der riesigen finanziellen Mittel wie Pilze aus dem Boden.

Nach einer Lunchpause mit selbstgemachten Sandwiches von Daheim ging es danach gefestigt zu etlichen Weingütern zur Weinprobe.









Wir wurden so herzlich in die Familie aufgenommen und mit so viel Freundlichkeit und Interesse empfangen, dass wir der Familie gar nicht genug danken könnten.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Zug nach Newcastle. Endlich mal eine Sache, die einem in Australien zur Abwechslung nicht den Geldbeutel sprengt: 6,40$ für 35 Minuten Zugfahrt ... wow!

Newcastle ist eine recht alte Stadt mit einer „schmutzigen industriellen Vergangenheit“ (laut Reiseführer). Tatsächlich ist Newcastle eine sehr schöne Stadt mit viel Charakter, unglaublich schönen alten Häusern und einer fabelhaften Küstenlinie.

















Im Stadtzentrum mündet der Fluss Hunter ins offene Meer und der Hafen ist ein bombastischer Umschlagsplatz für den Kohleexport nach China.







Neben dem Strand wurden zwei Seebäder eingerichtet um die zum Teil unglaublich hohen Wellen von den Badegästen abzuhalten.





Auf dem Hügel im Süden der Stadt besuchten wir am Ende des Tages eine schöne katholische Kathedrale in der die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren liefen und die Hochzeitsgäste bereits auf die Braut warteten.

Leider mussten wir hier aber auf unseren Zug.